Aero-Club Langenselbold

   
Langenselbolder Piloten erneut souveräner Rundensieger in der Segelflugbundesliga

 Das vergangene Wochenende brachte einen erneuten fulminanten Erfolg für den kleinen hessischen Luftsportverein. Bereits Samstagmorgen war klar, dass der Sonntag zum Streckensegelflug nicht sehr gut werden würde.

Vom Aufsteiger zur Tabellenspitze

Die Langenselbolder auf dem Weg zur Tabellenspitze

Da das Wetter auch am Samstag alles andere als optimal war, schlug Trainer Sigi Samson eine Aufgabe Richtung Südwesten gegen den Wind vor, um dann in der optimalen Thermikzeit den Rückenwind über die volle Wertungszeit von 2:30 Stunden nutzen zu können. So kämpften sich die Selbolder bereits morgens Richtung französische Grenze vor. Über dem Pfälzer Wald wendeten die Piloten bei Wissembourg(F) um dann Kurs auf Coburg in Franken zu nehmen.

Die Taktik ging voll auf und man konnte innerhalb der Wertungszeit sogar bis Kulmbach fliegen. Rainer Reubelt sorgte mit einer Geschwindigkeit von 109 km/h für die höchste Speed an diesem Tage. Insgesamt betrug die Rundengeschwindigkeit 316 km/h. Schon der Zweitplatzierte, die Freunde aus Ludwigshafen, kamen nicht über 293 km/h hinaus. Die LSG Bayreuth konnte diesem Angriff der Hessen am heutigen Tag nichts entgegensetzen und musste sich mit Tagesplatz 8 zufrieden geben. Doch damit schrumpft der Abstand des AC Langenselbold zum Tabellenführer aus Bayreuth auf gerade mal 17 Punkte. In den letzten vier Runden ist für den Aufsteiger also sogar noch der Titel drin, während der Abstand zum Tabellendritten aus Ludwigshafen beruhigende 48 Punkte beträgt.

Samson meint hierzu: "Wenn wir uns nicht ganz dumm anstellen oder vom Wetterpech verfolgt werden sollten, erscheint zumindest der Vizemeister in trockenen Tüchern."

Mit Distanzen bis zu 690 km belegten die Piloten Sigi Samson, Rainer Reubelt und Stefan Schreyer erstmalig gemeinsam die Plätze eins bis drei in ganz Deutschland. Inzwischen rangiert der gerade mal 30 aktive Streckenflieger umfassende Verein in der Deutschen Statistik unter den 20 Vereinen mit der größten Anzahl an Segelflugkilometern. Konkret hat der AC Langenselbold mit seinen Mitgliedern in diesem Jahr bereits 79.000 km zurückgelegt, mit anderen Worten die Welt bereits fast zweimal umrundet.

Segelflugbundesliga 2008

   

Tabelle nach Runde 15

     
           

Platz

Punkte

 

Verein

   
           

1

231

 

LSG Bayreuth BY

 

2

214

 

AC Langenselbold HE

 

3

166

 

SFG Giulini/Ludwigshafen BW

4

148

 

AC Ansbach BY

 

5

138

 

LSR Aalen BW

 

6

133

 

SFV Mannheim BW

 

7

131

 

FLG Blaubeuren BW

 

8

130

 

FSC Odenwald/Walldürn BW

9

121

 

FCC Berlin

   

10

119

 

FLC Schwandorf BY

 

AC Langenselbold auf Tuchfühlung zum Tabellenführer Bayreuth der Segelflugbundesliga

Am vergangenen Wochenende war großes Bangen bei den Fliegern aus Langenselbold.
Grund waren angesagte Gewitter für das Rhein-Main Gebiet während das Wetter für die Konkurrenten aus Bayreuth fantastisch werden sollte.


Der Samstag war von Langenselbold aus gar nicht zu nutzen, sodaß man tatenlos zusehen musste wie die Bayreuther Segelflieger bereits Geschwindigkeiten von 130 km/h fliegen konnten. Dies hätte einen Verlust von 20 wichtigen Punkten beim Kampf um den Titel bedeutet. Am Sonntag bot sich allerdings die kleine Chance das Wetter im Osten der Bundesrepublik zu erreichen. Thomas Willenbrink, Rainer Reubelt, Andy Kath, Stefan Schreyer und Sigi Samson gelang das Kunststück der warmen schwülen Luftmasse im Westen Deutschlands zu entfliegen und im Rennen um den Ligasieg zu kämpfen. Bis kurz vor Dresden konnten Sie mit Geschwindigkeiten um die 120 km/h ins gute Wetter hineinfliegen und so Ihre Chancen auf den Titel wahren. Lediglich einen Punkt mussten Sie gegen die fränkische Konkurrenz abgeben. Stefan Schreyer und Sigi Samson, die Ihren Flugtag komplett ausreizten flogen erst gegen Abend aus der Rhön in die aufwindlose Luft Richtung Langenselbold. Ihnen gelang mit 907 km Streckenflug der größte Flug des Jahres mit Start im Kinzigtal.

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Rundensieger wurde der fränkische Verein AC Ansbach der die guten Bedingungen über dem Bayrischen Wald für sehr schnelle Flüge nutzte. Weltmeisterschaftsteilnehmer Jürgen Schuster konnte mit einer Geschwindigkeit von 136 km/h seine Klasse beweisen.
Er wird Deutschlands Fahnen in der kommenden Woche in Lüsse bei Berlin bei den dortigen Segelflugweltmeisterschaften vertreten.

Die Ligavereine im Westen und Südwesten Deutschlands mussten tatenlos hinnehmen wie die anderen Vereine im Osten hohe Geschwindigkeiten erflogen. So beträgt der Abstand der Kinzigtalpiloten auf den dritten Tabellenplatz bereits 47 Punkte.

Segelflugbundesliga 2008

   

Tabelle nach Runde 14

     

Platz

Punkte

 

Verein

   
           

1

218

 

LSG Bayreuth BY

 

2

194

 

AC Langenselbold HE

 

3

147

 

SFG Giulini/Ludwigshafen BW

4

140

 

AC Ansbach BY

 

5

132

 

LSR Aalen BW

 

6

127

 

FSC Odenwald/Walldürn BW

7

120

 

FCC Berlin

   

8

118

 

FLC Schwandorf BY

 

9

116

 

FSV Gerstetten BW

 

10

116

 

FLG Blaubeuren BW

 
Ein unvergessliches Wochenend-Highlight im Kinzigtal

Rund 6000 Besucher zog es 2006 auf den Segelflugplatz in Langenselbold. Sie waren begeistert von dem erlebnisreichen Flugtag, den der 80 Mitglieder starke Aero-Club auf die Beine gestellt hatte. Zahlreiche Oldtimerflugzeuge, spektakuläre Kunstflugvorführungen, Rundflüge und vieles mehr ließen Groß und Klein staunen. Da dieses Wochenende auf so viel positive Resonanz stieß, beschloss die Mitgliederversammlung des sportlich ambitionierten Segelflugvereines, im Jahr 2008 erneut einen Flugtag zu veranstalten.

Am Ersten Septemberwochenende diesen Jahres wird wieder ein breites Spektrum des Luftsportes dargeboten werden. Diese zwei Tage sollen als ein unvergessliches Erlebnis in Erinnerung bleiben.

„Um dies umzusetzen ist wieder der Einsatz aller Mitglieder und derer Angehöriger gefordert“, so der 1. Vereinsvorsitzende Heinrich Stichel auf der Jahreshauptversammlung. Das heißt, eine gute Planung durch das Organisationsteam im Voraus, Finanzielle Unterstützung durch Spenden und Sponsoren, sowie den Einsatz aller Helfer.

Aufgrund der riesigen Rundflug-Nachfrage vor zwei Jahren hat der Verein die Anzahl der Rundflugmaschinen auf sieben Stück erhöht. Somit werden Wartezeiten für die Gäste deutlich reduziert. Ein Rundflug kostet 25 Euro und bietet die Möglichkeit, das Kinzigtal aus der Vogelperspektive zu bestaunen.

Als besonderes Highlight wird die MH 1521 Broussard als Rundflugmaschine zu Verfügung stehen. Die MH1521 des französischen Flugzeugherstellers Max Holste aus Reims ist die einzige übrig gebliebene Broussard in Deutschland. Sie wurde im Jahr 1960 gebaut und flog bis 1980 bei der französischen Luftwaffe als Aufklärer, Transporter, Krankentransporter und Fotoflugzeug. Der Neun-Zylinder-Sternmotor von Pratt & Whitney leistet 505 PS und gibt der Maschine genug Kraft, um 6 Personen gleichzeitig in den Himmel zu heben.

Neben den Rundflugmaschinen, die an den zwei Tagen im Dauereinsatz sein werden, bekommen Besucher außerdem zahlreiche historische Flugzeuge zu sehen. Das besondere dieses Jahr: Unter Aufsicht der eingesetzten Ordner können die Flugzeuge dieses Jahr „hautnah“ von allen seiten bestaunt werden. Die Piloten stehen dabei für die Zuschauer Rede und Antwort.

Interessenten des Segelflugsportes können sich an einem Vereinsinfostand über das Segelfliegen im Aero-Club Langenselbold und die Ausbildung zum Piloten informieren.

Sowohl die historischen Flugzeuge als auch moderne Segelflieger, Motorflieger und Modellflugzeuge werden am Himmel tolle Kunstflugvorführungen präsentieren. Massenheißluftballonstart, Motorgleitschirmflieger, Drachenflieger, Fallschirmspringer, Tragschrauber und ein Heißluftschiff werden außerdem Besucherherzen höher schlagen lassen.

Bei der Tombola wird es wieder zahlreiche Segelrundflüge zu gewinnen geben, die im Laufe des Sommers eingelöst werden können.

Für Historiker gibt es noch etwas Besonderes: Neben dem fliegerischen Programm hat sich außerdem ein VW Käfer Club angekündigt, der auf dem Flugplatzgelände ein zweitätiges Treffen veranstalten wird.

Los geht das Ganze am Samstag, den 6. September um 11:00 Uhr und am Sonntag, den 7. September um 10:00 Uhr. Der Eintritt sowie die kostenlosen Parkmöglichkeiten auf den angrenzenden Kinzigwiesen sind besonders familienfreundlich. Am Samstagabend wird es bei Einbruch der Dunkelheit ein Heißluftballonglühen geben. Dabei stehen viele Heißluftballons in einer Reihe und zünden zum Takt der Musik ihre Brenner und beleuchten so beeindruckend ihre Hüllen.

 Aero-Club Langenselbold erfliegt ersten Rundensieg in der Segelflugbundesliga

Am vergangenen Sonntag konnten die Piloten Ihren ersten großen Erfolg in der Bundesliga feiern. Die Piloten Rainer Reubelt, Sigi Gehl/Andy Kath und Sigi Samson konnten das Wetter zu Flügen über annähernd 600 km nutzen.

Bundesliga Geschwindigkeiten um 110 km/h über die Zeit von 2h30 führten zu einer Rundengeschwindigkeit von 339 km/h.

sieger_runde_13.jpgGewertet werden immer die drei schnellsten Piloten von jedem Verein.

Hiermit zeigten die Kinzigtalflieger einmal mehr was in Ihnen steckt, erflog doch der Tabellenführer aus Bayreuth nur 245 km/h. Über diesen schon fast deklassierenden Sieg freuen sich die Aufsteiger natürlich besonders.

Das Wetterfenster sollte schmal sein, nach Norden und Süden arg begrenzt. Zudem sollte ein kräftiger Wind die Bedingungen erschweren.

 

Also wollte man, so die Taktik von Trainer Sigi Samson, zunächst soweit wie möglich gegen den Wind nach Westen fliegen um dann in der besten Zeit mit Rückenwind nach Osten zu fliegen. Dabei haben die Langenselbolder Deutschland fast in der Mitte gequert.

sigi_dg_800_20_07.jpg

Sie flogen zunächst nach Saarbrücken, drehten dort Richtung Osten und flogen bis kurz vor Bayreuth, gerade einmal 50 km von der tschechischen Grenze entfernt. Anschließend konnten sich die Piloten gegen den stärker werdenden Wind wieder bis nach Hause kämpfen. In den letzten 6 Runden dieser Saison haben die Selbolder einen 50 Punkte Vorsprung auf den Drittplatzierten, die SFG Guilini/Ludwigshafen, wogegen der Tabellenführer LSG Bayreuth weiter mit dem Angriff der Langenselbolder Flieger rechnen muß.

 

Segelflugbundesliga 2008

   
           

Tabelle nach Runde 13

     
           

Platz

Punkte

 

Verein

   
           

1

199

 

LSG Bayreuth BY

 

2

176

 

AC Langenselbold HE

 

3

138

 

SFG Giulini/Ludwigshafen BW

4

122

 

LSR Aalen BW

 

5

120

 

AC Ansbach BY

 

6

119

 

FCC Berlin

   

7

115

 

SFV Mannheim BW

 

8

111

 

FLG Blaubeuren BW

 

9

110

 

FSV Laichingen BW

 

10

110

 

FSC Odenwald/Walldürn BW

 

Langenselbolder Piloten auch bei schwierigem Wetter kaum zu schlagen

Bereits am Samstag konnte Stefan Schreyer mit 90 km/h einen sehr schnellen Flug vorweisen. Er nutzte sogar den Hangaufwind der hessischen Bergstrasse um schnell nach Süden zu gelangen, denn dort schaute die Sonne wenigstens ab und zu einmal durch. Bei Windgeschwindigkeiten von 40 km/h wird die Luft gezwungen über ein Hindernis zu strömen. Diesen Effekt machte man sich zu Beginn der Segelfliegerei zu nutzen. Im Gebirgsflug spielt der Hangflug nach wie vor eine entscheidende Rolle.
Formationsflug


Am Sonntag schauten zunächst alle Flieger in einen gleichmäßigen grauen Himmel. Aber es bestand Hoffnung das sich gegen Mittag von Westen ein fliegbares Wetterfenster nach Norden zeigen sollte. Gegen 13:30 Ortszeit machten sich die Piloten bereit für ihren Flug. Stefan Schreyer und Sigi Samson nutzten das gute Wetter um über das Weserbergland zum Ith zu fliegen, einen Höhenrücken etwas westlich des Harzes. Ungläubig staunten Sie als sie bereits wieder um 18:30 in Langenselbold landen konnten, erlaubte Ihnen diese kurze Wetterbesserung doch Geschwindigkeiten von etwa 90 km/h. Auch Thomas Willenbrink konnte an diesem Tag Punkte für die Bundesliga sammeln. Auch er war mit seinem hochmodernen Elektromotorsegler Antares so schnell wie das Duo Schreyer/Samson unterwegs.

Rainer Reubelt und Sebastian Pfeiffer umflogen das komplette Flugbeschränkungsgebiet von Frankfurt, dieses dehnt sich im Westen immerhin bis Idar-Oberstein aus, fanden nicht so gute Bedingungen vor und waren daher für die Wertung zu langsam. Insgesamt konnte der AC Langenselbold dem Tabellenführer drei Punkte streitig machen und hat nun auf den Tabellendritten einen beruhigenden Vorsprung von 36 Punkten. Die letzten sieben Bundesligarunden versprechen spannend zu werden, denn der AC Langenselbold ist nach wie vor im Rennen um den Meistertitel.

Segelflugbundesliga 2008

 

 

Tabelle nach Runde 12

 

 

 

Platz

Punkte

Verein

 

 

1

183

LSG Bayreuth BY

 

2

156

AC Langenselbold HE

 

3

120

SFG Giulini/Ludwigshafen BW

4

119

FCC Berlin

 

 

5

116

LSR Aalen BW

 

6

109

FLG Blaubeuren BW

 

7

106

FSV Laichingen BW

 

8

106

AC Ansbach BY

 

9

102

Fliegergruppe Wolf Hirth BW

10

101

FSV Gerstetten BW

 


Ergebnisse der Runde 12

 AC verpasst knapp den Tagessieg

Am vergangenen Wochenende konnten die Langenselbolder Piloten vom Aero Club mit einer glänzenden Leistung ihre hervorragende Position in der Segelflugbundesliga behaupten.

Zurück nach schnellem Flug

Rainer Reubelt, Stefan Schreyer und Sigi Samson nutzten das gute Wetter am Sonntag um den Wolkenstraßen Richtung Osten zu folgen, so der Club in einer Pressemitteilung. Bei leichten Westwinden folgten sie den Wolkenstraßen die sich bildeten über die Rhön in den Thüringer Wald. Von dort aus ging es über das sächsische Vogtland an Auerbach vorbei zum Erzgebirge.

Erst kurz vor der EIbe im Elbsandsteingebirge bei Dresden entschloss sich Coach Sigi Samson zur Umkehr: Für die Bundesliga erflog das Trio eine Rundengeschwindigkeit von 344,23 km/h und wurde damit nur vom Tabellenführer übertrumpft der ein Ergebnis von 344,40 km/h erzielte. Der Unterschied ist gerade einmal ungefähr die Dauer eines Vollkreises im SegeIflugzeug Belohnt wird die geschlossene Leistung mit 19 Punkten.

Gleichzeitig haben Stefan Schreyer und Sigi Samson am Sonntag mit 780 Kilometern Gesarntstrecke die größten Strecken in ganz Deutschland zurückgelegt. Auch die jugendlichen Segelflieger aus Langenselbold waren unterwegs konnten aber bei diesen Geschwindigkeiten nicht ganz mithalten.

Tabelle nach Runde 10

Platz

Punkte

Verein

1

147

LSG Bayreuth BY

2

122

AC Langenselbold HE

3

102

FCC Berlin

4

99

SFG Giulini/Ludwigshafen BW

5

97

LSR Aalen BW

6

94

FSV Gerstetten BW

7

93

FSV Laichingen BW

8

93

FLG Blaubeuren BW

9

89

Fliegergruppe Wolf Hirth BW

10

88

AC Ansbach BY

AC Langenselbold durch Gewitter ausgebremst

Das vergangene Wochenende war durch schwierige thermische Bedingungen im Fluggebiet der Langenselbolder Piloten gekennzeichnet. Während der Samstag so gut wie gar keine vernünftigen Aufwinde bot, hofften die Streckenflieger auf eine Verbesserung der Bedingungen am Sonntag.

Rainer Reubelt wollte es zusammen mit Sebastian Pfeiffer, eines der Selbolder Talente aus der Gruppe der Junioren, auf zwei Vereinsflugzeugen vor den angekündigten Gewitterschauern probieren. Auch Paul Richter, inzwischen über 80 Jahre alt, versuchte alles aus dem Wetter herauszuholen.

Hatten die Selbolder Flieger Anfangs mit schwacher, niedriger Thermik im Spessart zu kämpfen, begannen sich rasch zahlreiche Schauer und Gewitter zu bilden. Inzwischen in Ebern, nahe der Fränkischen Schweiz angekommen mussten Sie feststellen, dass der Weg nach Hause bereits durch zwei kräftige Gewitterzellen verstellt war. Wie durch ein Wunder fanden die Piloten einen Weg über die südliche Rhön nach Bad Brückenau und konnten dort die benötigte Höhe von 2000 m für den Heimflug nach Langenselbold ersteigen.

Der Youngster Sebastian Pfeiffer war sehr beeindruckt von dieser Naturgewalt und erzählt: "Es kam mir vor als wenn wir durch einen Tunnel zwischen den Blitzen hindurchflogen". Selbst aus gehörigem Abstand wirkt ein Gewitter halt schon beängstigend. Kaum zwischen den Wolkentürmen hindurch zeigte sich der Heimflug durch absolut ruhige Luft, hatte es hier kurz zuvor doch kräftig geregnet. In Langenselbold standen die Anhänger für eine Rückholtour von der Außenlandung schon bereit, der Flugbetrieb wurde hier schon zwei Stunden zuvor eingestellt. Die Durchschnittsgeschwindigkeiten von etwa 70 km/h erflogen von Rainer Reubelt, Sebastian Pfeiffer und Thomas Willenbrink führten zu einer Rundengeschwindigkeit von 205,51 km/h.

Die Tagessieger aus Blaubeuren erflogen dagegen auf der schwäbischen Alb Durchschnittsgeschwindigkeiten von bis zu 120 km/h, was in der Summe 354,73 km/h für unsere Freunde aus Baden-Württemberg ergab. Zweitplaziert war endlich einmal der Meister des Jahres 2006, das SFZ Königsdorf am Rande der Alpen, mit 343,62 km/h.

Im Gesamtklassement konnte der AC Langenselbold seinen zweiten Platz über dies Runde retten, da die Verfolger aus Berlin auch unter schlechten Bedingungen zu leiden hatten. Aber die Abstände zu den Verfolgern sind inzwischen sehr knapp geworden. Nach dem nun in der Bundesliga Halbzeit ist, könnte man den AC Langenselbold analog zum Fußball Herbstvizemeister nennen. Besuchen Sie uns auf dem Flugplatz und drücken sie mit uns die Daumen für eine weiterhin so erfolgreiche Saison.

 

Segelflugbundesliga 2008

   

Tabelle nach Runde 9

     
Platz Punkte   Verein    
           
1 127   LSG Bayreuth BY  
2 103   AC Langenselbold HE  
3 97   FCC Berlin    
4 92   FLG Blaubeuren BW  
5 88   AC Ansbach BY  
6 88   Fliegergruppe Wolf Hirth BW
7 86   SFG Giulini/Ludwigshafen BW
8 82   FSV Laichingen BW  
9 82   LSR Aalen BW  
10 78   FSV Gerstetten BW  
 
Mit Höchstgeschwindigkeit den Schauern entflogen

Die am Wochenende herrschende labile Luftmasse mit eingelagerten Gewittern machte die Flugplanung zu einer kniffligen Angelegenheit für die Langenselbolder Piloten. Aber im Team und im Austausch mit Fliegerkameraden per Funk konnten sich Siegbert Gehl, Rainer Reubelt und Stefan Schreyer das beste Bild über die Wettersituation machen und den optimalen Flugweg für hohe Schnittgeschwindigkeiten herauskitzeln.

Mit einer Flugroute nach Göttingen, Lauterbach und Sontra erzielte Stefan Schreyer am Sonntag eine Schnittgeschwindigkeit von 116 km/h über den Wertungszeitraum von 2,5 Stunden. Aufgrund geschickt ausgenutzter Rückenwinde erreichte er teilweise Vorfluggeschwindigkeiten von 240 km/h über Grund. "Ich kann mich nicht erinnern, jemals so schnell zwischen den Aufwinden geflogen zu sein" so Stefan Schreyers Kommentar danach.

Der Spitzenpilot hatte in Erwartung von starken Steigwerten in der labilen Luftmasse ausserdem als einziger noch Wasserballast zur Erhöhung der Gleitleistungen seines Segelflugzeuges getankt.

Insgesamt erzielte das Trio eine Rundengeschwindigkeit von 323,63 km/h, womit erneut ein zweiter Rundenplatz erzielt wurde. Damit gelingt es dem Aero-Club Langenselbold mit kontinuierlichen Leistungen seinen zweiten Tabellenplatz in der 1. Segelflugbundesliga zu behaupten und seinen Spitzenplatz weiter zu festigen.

 

Bundesliga Tabelle nach Runde 7

#

Punkte

Speed

Club

1

107

1.932,77

LSG Bayreuth (BY)

2

93

2.029,64

AC Langenselbold (HE)

3

91

1.912,38

FCC-Berlin (BL)

4

77

1.765,05

Aero-Club Ansbach (BY)

5

69

1.660,27

Fliegergruppe Wolf Hirth (BW)

6

68

1.795,55

SFG Giulini/Ludwigshafen (RP)

7

65

1.751,71

AC Pirna (SN)

8

65

1.470,63

FSC Odenwald Walldürn (BW)

9

60

1.812,45

FSV Gerstetten (BW)

10

60

1.672,44

LSR Aalen (BW)

 Aero Club Langenselbold erstmals schneller als der Tabellenführer LSG Bayreuth

Am vergangenen Wochenende haben die Piloten aus Langenselbold gezeigt was in Ihnen steckt.

Während morgens im Rhein-Main Gebiet noch zäher Nebel hing, waren die Konkurrenten von der Schwäbischen Alb und aus Franken bereits unterwegs. Als schon kaum noch jemand glaubte dass man heute in der Bundesliga noch ein gutes Ergebnis erzielen kann rief Trainer Sigi Samson die Teilnehmer zu einem Flug Richtung Tschechien auf.

Spät um 12:30 konnten die Piloten endlich starten und flogen Richtung Osten ab. Die Bedingungen östlich der Rhön wurden immer besser. Stefan Schreyer und Sigi Samson wählten zunächst den Weg über den Thüringer Wald bis nach Greiz in Sachsen, um dann über Tschechisches Gebiet zum Bayrischen Wald zu fliegen. Fantastische Bedingungen führten zu Vorfluggeschwindigkeiten bis zu 200 km/h.

Um 19:00 kehrten die Langenselbolder zu Ihrem Fluggelände zurück.Die Vereinsmitglieder glaubten den Piloten zunächst die Durchschnittsgeschwindigkeiten von bis zu 113 km/h gar nicht, da im Rhein Main Gebiet die Thermik nicht besonders gut entwickelt war. Als alle Piloten Ihre Flüge übers Internet ausgewertet hatten wurde langsam klar, das die Langenselbolder ganz oben dabei sein würden.

Eine Rundengeschwindigkeit der drei besten Piloten von 329,43 km/h bedeutet Platz 2 in der Bundesliga Runde 6.Erstmals schaffte es das Trio Stefan Schreyer, Sigi Samson und Sigi Gehl/Andy Kath die Tabellenführer aus Bayreuth zu überflügeln. Tagessieger wurden die Flieger aus Ansbach aus Bayern die den Bayrischen Wald voll bis an die österreichische Grenze nutzen konnten und unglaubliche 363 km/h erzielten. Dies war den Piloten aus Langenselbold aufgrund des späten Starts nicht mehr möglich, da es am Nachmittag im Bayrischen Wald bereits regnete.

Belohnung für die tollen Flüge des gestrigen Tages ist ein zweiter Gesamtplatzin der Tabelle der Segelflugbundesliga mit 74 Punkten hinter der LSG Bayreuth mit 91 Punkten.

Bundesliga - Die Regeln: Gewertet werden die drei schnellsten Piloten aus jedem Verein über ein Zeitfenster von 2:30 Stunden. Die Rundengeschwindigkeiten der Vereine werden verglichen. Der Verein mit der höchsten Rundengeschwindigkeit erhält 20 Punkte ähnlich der Formel 1. Der Zweitplatzierte 19 Punkte usw. Für die Teilnahme an der Runde erhält man in jedem Fall einen Trostpunkt.

Bundesligatabelle nach Runde 6  
    Punkte        
             
Platz1   91   LSG Bayreuth BY  
Platz2   74   AC Langenselbold HE  
Platz3   71   FCC Berlin    
Platz4   67   Aero-Club Ansbach BY  
Platz5   65   Fliegergruppe Wolf Hirth BW
Platz6   60   SFG Giulini/Ludwigshafen BW
Platz7   54   FSV Gerstetten BW  
Platz8   54   SFZ Königsdorf BY  
Platz9   52   SFV Geratshof Landsberg BY
Platz10   52   AC Pirna SN