Aero-Club Langenselbold

   
 Der Aero-Club verzeichnet neuen Besucherrekord

Insgesamt knapp 3000 Arbeitsstunden investierten die Vereinsmitglieder des Aero-Club Langenselbold in die Organisation und die Durchführung der Flugtage. Und es hat sich gelohnt: Der Segelflugverein konnte vergangnes Wochenende mit mehr als 4500 Besuchern einen neuen Rekord verzeichnen.

Das Riesen Wetterglück war sicherlich nur einer der Gründe für den großen Zulauf. Die Wettervorhersage versprach für Samstag Dauerregen und kühlen Wind. Im Gegensatz zu den westlichen Teilen Hessens blieb Langenselbold jedoch trocken, sodass das Flugprogramm ohne Unterbrechungen durchgezogen werden konnte und die Luftfahrtfreunde aller Altersgruppen das so abwechslungsreiche wie spektakuläre Programm genießen konnten.

Am Sonntag hatte Flugleiter Sigi Samson über 200 Starts und Landungen zu koordinieren, die zeitweise in Abständen von weniger als 20 Sekunden gestaffelt waren. So gab es für die Zuschauer keine Minute Langeweile. Sie bekamen eine breite Palette von rasanten Kunstflugvorführungen und Präsentationen von eleganten historischen Motor und Segelflugzeugen dargeboten und hatten die Möglichkeit, in einer der zahlreichen Rundflugmaschinen das Kinzigtal aus der Vogelperspektive betrachten zu können.

Mit großer Begeisterung wurden auch Rundflüge in dem Heereshubschrauber „Sikorsky S-58“ oder der „MH‑1521 Broussard“, einem großen französischen Transportflugzeug mit 6 Sitzplätzen, wahrgenommen.

Das Asko-Pitts-Team führte am Sonntagnachmittag ihre einstudierte Vierer-Formation vor, die mit dicken Rauchschwaden elegante Kunstflugfiguren an den Himmel zauberte.

Auch die Yak-55, die mit über 400 PS auf ein Abfluggewicht von ca. 800 Kilogramm gnadenlos übermotorisiert ist, sorgte für Fassungslosigkeit, als sie von ihrem Piloten senkrecht „an den Prop“ gehängt wurde und in der Luft wie ein Hubschrauber stehen blieb.

Da an beiden Tagen strammer Südwestwind blies, mussten leider einige leichte Fluggeräte wie Heißluftschiffe, Ballone und Ultraleichtflugzeuge auf ihre Starts verzichten, da Sicherheit bei dem Flugtag an erster Stelle stand. Daher konnten alle Fluggeräte – abgesehen von einem Modelljet – nach den Vorführungen am Wochenende wieder unbeschadet den Heimflug antreten.

Ebenso im Bereich Modellflug hatte der AC Langenselbold reichlich zu bieten. Michael Reitz flog mit seinem turbinengetriebenen Modell „Viperjet Mk. II“ astreine Shows, deren Turbinengeräusche und der Geruch von verbanntem Kerosin jedem in Erinnerung bleiben dürfte.

Für die Kleinen Gäste konnten am Infostand des FMC Kahlgrund kostenlos Balsaholz-Wurfgleiter unter Anleitung von erfahrenen Modellfliegern gebastelt und ausprobiert werden.

Doch nicht nur laute Motormaschinen waren auf den Flugtagen zu sehen. Der AC Langenselbold, der dieses Jahr Deutscher Meister der Segelflug-Bundesliga und IGC World League Champion geworden ist, hatte einen Infostand aufgebaut, an dem Interessierten das Fluggerät und der Weg zum Segelflugpiloten erklärt wurde. Dazu durfte jeder in einem der modernen Segelflugzeuge des Clubs Platz nehmen.

Der Aero-Club bedankt sich bei allen Besuchern für ihr Kommen und hofft, Sie beim nächsten Flugtag wieder verwöhnen zu dürfen! Wer Interesse an der Fliegerei bekommen hat, ist herzlich dazu eingeladen, an einem Schnuppertag selbst in einem Segelflugzeug Platz zu nehmen und unter Anleitung eines erfahrenen Fluglehrers unverbindlich seinen ersten „Schulungsflug“ zu machen. Informationen hierzu, sowie Bilder und Videos der Veranstaltung können Sie in Kürze hier und unter www.clipwings.com anschauen.

Was bewegt einen Hobbypiloten, Berlin Tempelhof anzufliegen? Zum einen, weil er eine seiner Wurzeln in Berlin hat, zum anderen hat dieser Flugplatz eine Historie wie kein anderer und nicht zuletzt, dieser Flugplatz wird im Herbst dieses Jahres geschlossen.

Whiskey-Route nach Berlin-Tempelhof
Whiskey-Route nach Berlin-Tempelhof

Nachdem sich vor drei Wochen dann noch ein zweiter Pilot fand, der aus ähnlichen Gründen das Ziel im Auge hatte, mußte nur noch ein Tag gefunden werden, der den Flug ermöglichte. Für ein solches Ereignis wäre da natürlich der 08.08.08 passend gewesen, doch entscheidend in der Fliegerei ist sehr oft das Wetter.

Eine stabile Wetterlage versprach dann der Mittwoch mit viel Sonne und guter Sicht. Die Flugvorbereitungen sind heutzutage mit dem Computer schnell gemacht, die Liste der Gepäckstücke bei einem so kurzen Trip ist kurz und die Vorfreude auf Flug, Landung und Aufenthalt in Berlin steigern sich stündlich.

Um halb Zehn wollten wir starten, um 12 Uhr in Berlin landen, Rückflug war so geplant, daß wir um 18 Uhr wieder zurück in Langenselbold sind. Die "Lady Di" wie der Motorsegler Super Dimona HK36 TTC liebevoll genannt wird, war vollgetankt, das online erstellte Flugplanungsformular von FL95, die Anflugkarten von Tempelhof und benachbarten Flugplätzen an Bord und schon konnten wir starten. Die 395 km lange Flugstrecke wollten wir mit etwas Rückenwind in gut zwei Stunden bewältigen.

Unmittelbar nach dem Start nahmen wir Funkkontakt mit FIS Frankfurt auf. Das Kürzel steht für "FlugInformationsService". Die Controller der FIS geben uns ständig Informationen über den Verkehr um uns herum, sie verfolgen über Radar alle Flugzeuge, die mit ihnen in Kontakt stehen, sind freundlich. Dabei sind Controllerinnen phonetisch besonders gut zu verstehen. Nach der FIS Frankfurt werden wir an Frankfurt Außenbereich, dann an München und zuletzt an FIS Bremen weitergereicht. Dabei werden jedesmal Flugzeug-Kennung und einzustellende Transponder-Codes ausgetauscht, was die Identifizierung und Ortung der an diesem Verfahren Teilnehmenden ermöglicht.

Aus der Höhe in der Linienmaschinen fliegen kannten wir die Strecke ja bereits, doch aus der Reisehöhe von 4000 Fuß MSL, das sind etwa 1200m, hat man einen präziseren Blick auf Landschaft. So überfliegen wir nach Eisenach die Flugplätze Köthen, auf dessen Landebahn derzeit gebaut wird, Dessau im wunderschönen Elbtal und Lüsse, wo gerade die Segelflugweltmeisterschaften stattfinden. Wegen fehlender Thermik stehen alle Segelflieger am Boden und der Wettbewerbstag wurde, wie wir später erfahren, neutralisiert.

Wir melden uns vor dem Pflichtmeldepunkt Whiskey1 zur Landung bei dem Tower auf dessen Frequenz, geben unsere Position, Flugzeugtyp, Startflugplatz an und warten auf die Landeanweisungen. Wir müssen in keine Warteschleife und können die Kontrollzone sofort bei Whiskey1 mit vorgegebener Transpondereinstellung und Höhenvorgabe unter 2500 Fuß einfliegen und entlang des Teltowkanals über Whiskey2 in den Gegenanflug zur Piste 27R fliegen. An Wiskey2 fliegen wir etwas vorbei und werden sofort korrigiert. Vor uns landet ein Jumbolino, sozusagen eine Mini-Ausgabe der Boeing 747, und der Flugleiter warnt uns vor möglichen Wirbeln.

Die offiziellen Funksprechgruppen wollen wir hier nicht wiedergeben. Ohne Probleme setzen wir auf und rollen bis zum Haltepunkt, schalten um auf die Frequenz der Bodenkontrolle, die uns zügig einen "Follow-me-Wagen" schickt, der uns voraus zur Parkposition rollt, wo uns zuletzt sein Kollege zentimetergenau einwinkt. Dann werden wir über die Abfertigungsformalitäten instruiert, wo wir u.a. die Landegebühr zu entrichten und auszuweisen haben und machen uns auf den Weg zum GAT General Aviation Terminal, dem Terminal für Allgemeine Luftfahrt. Dabei machen wir vor und in den Hallen ein paar Bilder und begeben uns zum Haupteingang um eine Taxe zu mieten. Ziel: Brandenburger Tor und dann ein short-trip "Unter den Linden" ins Cafe Einstein, ein kleines Mahl und eine Erfrischung, danach zum Reichstag, Kanzleramt im Regierungsviertel des Spreebogens.

Mit der Taxe wieder zurück, noch schnell ein paar Aufnahmen im Eingangsbereich, weiter zum Einchecken mit obligatorischer Sicherheitsprüfung und wieder zurück zum Flieger. Wir winken ein Tankwagen herbei, der den fehlenden Sprit nachtankt und vor Ort auch gleich kassiert. Nach einem small-talk sind wir so weit. Motor anlassen, Kontaktaufnahme mit Rollkontrolle. Über Rollweg Nord-Ost zum Rollhalt 27R, Transponder auf 7000, QNH 1017, Umschalten auf Turm. Anweisung des Turms: Start frei für Piste 27R, nach dem Start Linkskurve, Ausflug über die Whiskey-Route, nicht über 2500 ft steigen und Ausflug über Whiskey 1 melden.

Abschließend im Abflug noch ein paar Luftaufnahmen von Berlin und Goodbye Berlin. Während mein Kamerad Stefan auf dem Hinweg genauestens Höhe und Kurs gehalten hat, da er ja von der FIS begleitet wurde, zog ich es vor, auf dem Rückweg thermische Gelegenheiten zu nutzen. Alles in allem ein Hochgenuß wie wir einander bestätigten.

Stefan Sauerbier, Heinz-Joachim Pethke

 

 Dritter Rundensieg führt zu Kopf-an-Kopf Rennen mit dem Tabellenführer

Nach den heftigen Niederschlägen am Freitag gab es kaum Hoffnung auf gut fliegbares Wetter am Samstag. Zudem war die Vorhersage für den Sonntag noch schlechter. Also bauten die Selbolder Piloten bei ziemlich grauem Himmel Ihre Flugzeuge auf. Gegen Mittag hob sich die Bewölkung dann doch etwas und die 7 Flugzeuge konnten sich auf den Weg zum Start machen.

Rainer Reubelt startet zum Wertungsflug

Bei noch kräftigen Westwinden hieß die Taktik erneut soweit vertretbar gegen den Wind zu fliegen, um danach mit Rückenwind hohe Geschwindigkeiten im 150 minütigen Zeitfenster zu erfliegen. Während das Team Schreyer/Samson an der Luxemburgischen Grenze wendete flog eine andere Gruppe mit Thomas Willenbrink nördlich an Frankfurt vorbei Richtung Bad Neuenahr und wendeten am Rhein nördlich Koblenz.

Die Mannschaft Gehl/Kath wendete in Neunkirchen im Saarland und flog danach bis südlich Nürnberg und erzielte dort Ihre Geschwindigkeit von 106 km/h. Ein weiteres Mal konnten die Langenselbolder Flieger das beste Wetterfenster treffen und erzielten eine Rundengeschwindigkeit von 313 km/h. Während der zweite hessische Verein der SFC Hirzenhain mit 309 km/h noch mithalten konnte, waren alle anderen Vereine mit Geschwindigkeiten bis 270 km/h deutlich abgeschlagen.

So konnten die Piloten aus Langenselbold dem Tabellenführer LSG Bayreuth erneut drei Punkte im Kampf um die Meisterschaft abringen.

Mit den 20 Punkten aus Runde 16 beträgt der Vorsprung auf den Tabellendritten Ludwigshafen fast uneinholbare 54 Punkte selbst wenn die Kinzigtaler nicht starten könnten.

Der Kampf um den Sieg in der Segelflugbundesliga bleibt spannend bis zum letzten Flugtag am 31. August, denn die Bayreuther verfügen nur noch über ein Polster von 14 Punkten, der bereits in einer Runde verloren sein kann.

Für die Meisterfeier am 25.10.2008 in Gersfeld in der Rhön haben die Selbolder Flieger schon einmal einen Bus bestellt, um möglicherweise die ganz große Überraschung zu feiern.

Segelflugbundesliga 2008

   

Tabelle nach Runde 16

     
           

Platz

Punkte

 

Verein

   

1

248

 

LSG Bayreuth BY

 

2

234

 

AC Langenselbold HE

 

3

180

 

SFG Giulini/Ludwigshafen BW

4

156

 

AC Ansbach BY

 

5

151

 

LSR Aalen BW

 

6

144

 

SFV Mannheim BW

 

7

136

 

FLG Blaubeuren BW

 

8

131

 

FSC Odenwald/Walldürn BW

9

130

 

FLG Dettingen/Teck BW

 

10

130

 

SFC Hirzenhain HE

 
Langenselbolder Piloten erneut souveräner Rundensieger in der Segelflugbundesliga

 Das vergangene Wochenende brachte einen erneuten fulminanten Erfolg für den kleinen hessischen Luftsportverein. Bereits Samstagmorgen war klar, dass der Sonntag zum Streckensegelflug nicht sehr gut werden würde.

Vom Aufsteiger zur Tabellenspitze

Die Langenselbolder auf dem Weg zur Tabellenspitze

Da das Wetter auch am Samstag alles andere als optimal war, schlug Trainer Sigi Samson eine Aufgabe Richtung Südwesten gegen den Wind vor, um dann in der optimalen Thermikzeit den Rückenwind über die volle Wertungszeit von 2:30 Stunden nutzen zu können. So kämpften sich die Selbolder bereits morgens Richtung französische Grenze vor. Über dem Pfälzer Wald wendeten die Piloten bei Wissembourg(F) um dann Kurs auf Coburg in Franken zu nehmen.

Die Taktik ging voll auf und man konnte innerhalb der Wertungszeit sogar bis Kulmbach fliegen. Rainer Reubelt sorgte mit einer Geschwindigkeit von 109 km/h für die höchste Speed an diesem Tage. Insgesamt betrug die Rundengeschwindigkeit 316 km/h. Schon der Zweitplatzierte, die Freunde aus Ludwigshafen, kamen nicht über 293 km/h hinaus. Die LSG Bayreuth konnte diesem Angriff der Hessen am heutigen Tag nichts entgegensetzen und musste sich mit Tagesplatz 8 zufrieden geben. Doch damit schrumpft der Abstand des AC Langenselbold zum Tabellenführer aus Bayreuth auf gerade mal 17 Punkte. In den letzten vier Runden ist für den Aufsteiger also sogar noch der Titel drin, während der Abstand zum Tabellendritten aus Ludwigshafen beruhigende 48 Punkte beträgt.

Samson meint hierzu: "Wenn wir uns nicht ganz dumm anstellen oder vom Wetterpech verfolgt werden sollten, erscheint zumindest der Vizemeister in trockenen Tüchern."

Mit Distanzen bis zu 690 km belegten die Piloten Sigi Samson, Rainer Reubelt und Stefan Schreyer erstmalig gemeinsam die Plätze eins bis drei in ganz Deutschland. Inzwischen rangiert der gerade mal 30 aktive Streckenflieger umfassende Verein in der Deutschen Statistik unter den 20 Vereinen mit der größten Anzahl an Segelflugkilometern. Konkret hat der AC Langenselbold mit seinen Mitgliedern in diesem Jahr bereits 79.000 km zurückgelegt, mit anderen Worten die Welt bereits fast zweimal umrundet.

Segelflugbundesliga 2008

   

Tabelle nach Runde 15

     
           

Platz

Punkte

 

Verein

   
           

1

231

 

LSG Bayreuth BY

 

2

214

 

AC Langenselbold HE

 

3

166

 

SFG Giulini/Ludwigshafen BW

4

148

 

AC Ansbach BY

 

5

138

 

LSR Aalen BW

 

6

133

 

SFV Mannheim BW

 

7

131

 

FLG Blaubeuren BW

 

8

130

 

FSC Odenwald/Walldürn BW

9

121

 

FCC Berlin

   

10

119

 

FLC Schwandorf BY

 

AC Langenselbold auf Tuchfühlung zum Tabellenführer Bayreuth der Segelflugbundesliga

Am vergangenen Wochenende war großes Bangen bei den Fliegern aus Langenselbold.
Grund waren angesagte Gewitter für das Rhein-Main Gebiet während das Wetter für die Konkurrenten aus Bayreuth fantastisch werden sollte.


Der Samstag war von Langenselbold aus gar nicht zu nutzen, sodaß man tatenlos zusehen musste wie die Bayreuther Segelflieger bereits Geschwindigkeiten von 130 km/h fliegen konnten. Dies hätte einen Verlust von 20 wichtigen Punkten beim Kampf um den Titel bedeutet. Am Sonntag bot sich allerdings die kleine Chance das Wetter im Osten der Bundesrepublik zu erreichen. Thomas Willenbrink, Rainer Reubelt, Andy Kath, Stefan Schreyer und Sigi Samson gelang das Kunststück der warmen schwülen Luftmasse im Westen Deutschlands zu entfliegen und im Rennen um den Ligasieg zu kämpfen. Bis kurz vor Dresden konnten Sie mit Geschwindigkeiten um die 120 km/h ins gute Wetter hineinfliegen und so Ihre Chancen auf den Titel wahren. Lediglich einen Punkt mussten Sie gegen die fränkische Konkurrenz abgeben. Stefan Schreyer und Sigi Samson, die Ihren Flugtag komplett ausreizten flogen erst gegen Abend aus der Rhön in die aufwindlose Luft Richtung Langenselbold. Ihnen gelang mit 907 km Streckenflug der größte Flug des Jahres mit Start im Kinzigtal.

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Rundensieger wurde der fränkische Verein AC Ansbach der die guten Bedingungen über dem Bayrischen Wald für sehr schnelle Flüge nutzte. Weltmeisterschaftsteilnehmer Jürgen Schuster konnte mit einer Geschwindigkeit von 136 km/h seine Klasse beweisen.
Er wird Deutschlands Fahnen in der kommenden Woche in Lüsse bei Berlin bei den dortigen Segelflugweltmeisterschaften vertreten.

Die Ligavereine im Westen und Südwesten Deutschlands mussten tatenlos hinnehmen wie die anderen Vereine im Osten hohe Geschwindigkeiten erflogen. So beträgt der Abstand der Kinzigtalpiloten auf den dritten Tabellenplatz bereits 47 Punkte.

Segelflugbundesliga 2008

   

Tabelle nach Runde 14

     

Platz

Punkte

 

Verein

   
           

1

218

 

LSG Bayreuth BY

 

2

194

 

AC Langenselbold HE

 

3

147

 

SFG Giulini/Ludwigshafen BW

4

140

 

AC Ansbach BY

 

5

132

 

LSR Aalen BW

 

6

127

 

FSC Odenwald/Walldürn BW

7

120

 

FCC Berlin

   

8

118

 

FLC Schwandorf BY

 

9

116

 

FSV Gerstetten BW

 

10

116

 

FLG Blaubeuren BW

 
Ein unvergessliches Wochenend-Highlight im Kinzigtal

Rund 6000 Besucher zog es 2006 auf den Segelflugplatz in Langenselbold. Sie waren begeistert von dem erlebnisreichen Flugtag, den der 80 Mitglieder starke Aero-Club auf die Beine gestellt hatte. Zahlreiche Oldtimerflugzeuge, spektakuläre Kunstflugvorführungen, Rundflüge und vieles mehr ließen Groß und Klein staunen. Da dieses Wochenende auf so viel positive Resonanz stieß, beschloss die Mitgliederversammlung des sportlich ambitionierten Segelflugvereines, im Jahr 2008 erneut einen Flugtag zu veranstalten.

Am Ersten Septemberwochenende diesen Jahres wird wieder ein breites Spektrum des Luftsportes dargeboten werden. Diese zwei Tage sollen als ein unvergessliches Erlebnis in Erinnerung bleiben.

„Um dies umzusetzen ist wieder der Einsatz aller Mitglieder und derer Angehöriger gefordert“, so der 1. Vereinsvorsitzende Heinrich Stichel auf der Jahreshauptversammlung. Das heißt, eine gute Planung durch das Organisationsteam im Voraus, Finanzielle Unterstützung durch Spenden und Sponsoren, sowie den Einsatz aller Helfer.

Aufgrund der riesigen Rundflug-Nachfrage vor zwei Jahren hat der Verein die Anzahl der Rundflugmaschinen auf sieben Stück erhöht. Somit werden Wartezeiten für die Gäste deutlich reduziert. Ein Rundflug kostet 25 Euro und bietet die Möglichkeit, das Kinzigtal aus der Vogelperspektive zu bestaunen.

Als besonderes Highlight wird die MH 1521 Broussard als Rundflugmaschine zu Verfügung stehen. Die MH1521 des französischen Flugzeugherstellers Max Holste aus Reims ist die einzige übrig gebliebene Broussard in Deutschland. Sie wurde im Jahr 1960 gebaut und flog bis 1980 bei der französischen Luftwaffe als Aufklärer, Transporter, Krankentransporter und Fotoflugzeug. Der Neun-Zylinder-Sternmotor von Pratt & Whitney leistet 505 PS und gibt der Maschine genug Kraft, um 6 Personen gleichzeitig in den Himmel zu heben.

Neben den Rundflugmaschinen, die an den zwei Tagen im Dauereinsatz sein werden, bekommen Besucher außerdem zahlreiche historische Flugzeuge zu sehen. Das besondere dieses Jahr: Unter Aufsicht der eingesetzten Ordner können die Flugzeuge dieses Jahr „hautnah“ von allen seiten bestaunt werden. Die Piloten stehen dabei für die Zuschauer Rede und Antwort.

Interessenten des Segelflugsportes können sich an einem Vereinsinfostand über das Segelfliegen im Aero-Club Langenselbold und die Ausbildung zum Piloten informieren.

Sowohl die historischen Flugzeuge als auch moderne Segelflieger, Motorflieger und Modellflugzeuge werden am Himmel tolle Kunstflugvorführungen präsentieren. Massenheißluftballonstart, Motorgleitschirmflieger, Drachenflieger, Fallschirmspringer, Tragschrauber und ein Heißluftschiff werden außerdem Besucherherzen höher schlagen lassen.

Bei der Tombola wird es wieder zahlreiche Segelrundflüge zu gewinnen geben, die im Laufe des Sommers eingelöst werden können.

Für Historiker gibt es noch etwas Besonderes: Neben dem fliegerischen Programm hat sich außerdem ein VW Käfer Club angekündigt, der auf dem Flugplatzgelände ein zweitätiges Treffen veranstalten wird.

Los geht das Ganze am Samstag, den 6. September um 11:00 Uhr und am Sonntag, den 7. September um 10:00 Uhr. Der Eintritt sowie die kostenlosen Parkmöglichkeiten auf den angrenzenden Kinzigwiesen sind besonders familienfreundlich. Am Samstagabend wird es bei Einbruch der Dunkelheit ein Heißluftballonglühen geben. Dabei stehen viele Heißluftballons in einer Reihe und zünden zum Takt der Musik ihre Brenner und beleuchten so beeindruckend ihre Hüllen.

 Aero-Club Langenselbold erfliegt ersten Rundensieg in der Segelflugbundesliga

Am vergangenen Sonntag konnten die Piloten Ihren ersten großen Erfolg in der Bundesliga feiern. Die Piloten Rainer Reubelt, Sigi Gehl/Andy Kath und Sigi Samson konnten das Wetter zu Flügen über annähernd 600 km nutzen.

Bundesliga Geschwindigkeiten um 110 km/h über die Zeit von 2h30 führten zu einer Rundengeschwindigkeit von 339 km/h.

sieger_runde_13.jpgGewertet werden immer die drei schnellsten Piloten von jedem Verein.

Hiermit zeigten die Kinzigtalflieger einmal mehr was in Ihnen steckt, erflog doch der Tabellenführer aus Bayreuth nur 245 km/h. Über diesen schon fast deklassierenden Sieg freuen sich die Aufsteiger natürlich besonders.

Das Wetterfenster sollte schmal sein, nach Norden und Süden arg begrenzt. Zudem sollte ein kräftiger Wind die Bedingungen erschweren.

 

Also wollte man, so die Taktik von Trainer Sigi Samson, zunächst soweit wie möglich gegen den Wind nach Westen fliegen um dann in der besten Zeit mit Rückenwind nach Osten zu fliegen. Dabei haben die Langenselbolder Deutschland fast in der Mitte gequert.

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Sie flogen zunächst nach Saarbrücken, drehten dort Richtung Osten und flogen bis kurz vor Bayreuth, gerade einmal 50 km von der tschechischen Grenze entfernt. Anschließend konnten sich die Piloten gegen den stärker werdenden Wind wieder bis nach Hause kämpfen. In den letzten 6 Runden dieser Saison haben die Selbolder einen 50 Punkte Vorsprung auf den Drittplatzierten, die SFG Guilini/Ludwigshafen, wogegen der Tabellenführer LSG Bayreuth weiter mit dem Angriff der Langenselbolder Flieger rechnen muß.

 

Segelflugbundesliga 2008

   
           

Tabelle nach Runde 13

     
           

Platz

Punkte

 

Verein

   
           

1

199

 

LSG Bayreuth BY

 

2

176

 

AC Langenselbold HE

 

3

138

 

SFG Giulini/Ludwigshafen BW

4

122

 

LSR Aalen BW

 

5

120

 

AC Ansbach BY

 

6

119

 

FCC Berlin

   

7

115

 

SFV Mannheim BW

 

8

111

 

FLG Blaubeuren BW

 

9

110

 

FSV Laichingen BW

 

10

110

 

FSC Odenwald/Walldürn BW

 

Langenselbolder Piloten auch bei schwierigem Wetter kaum zu schlagen

Bereits am Samstag konnte Stefan Schreyer mit 90 km/h einen sehr schnellen Flug vorweisen. Er nutzte sogar den Hangaufwind der hessischen Bergstrasse um schnell nach Süden zu gelangen, denn dort schaute die Sonne wenigstens ab und zu einmal durch. Bei Windgeschwindigkeiten von 40 km/h wird die Luft gezwungen über ein Hindernis zu strömen. Diesen Effekt machte man sich zu Beginn der Segelfliegerei zu nutzen. Im Gebirgsflug spielt der Hangflug nach wie vor eine entscheidende Rolle.
Formationsflug


Am Sonntag schauten zunächst alle Flieger in einen gleichmäßigen grauen Himmel. Aber es bestand Hoffnung das sich gegen Mittag von Westen ein fliegbares Wetterfenster nach Norden zeigen sollte. Gegen 13:30 Ortszeit machten sich die Piloten bereit für ihren Flug. Stefan Schreyer und Sigi Samson nutzten das gute Wetter um über das Weserbergland zum Ith zu fliegen, einen Höhenrücken etwas westlich des Harzes. Ungläubig staunten Sie als sie bereits wieder um 18:30 in Langenselbold landen konnten, erlaubte Ihnen diese kurze Wetterbesserung doch Geschwindigkeiten von etwa 90 km/h. Auch Thomas Willenbrink konnte an diesem Tag Punkte für die Bundesliga sammeln. Auch er war mit seinem hochmodernen Elektromotorsegler Antares so schnell wie das Duo Schreyer/Samson unterwegs.

Rainer Reubelt und Sebastian Pfeiffer umflogen das komplette Flugbeschränkungsgebiet von Frankfurt, dieses dehnt sich im Westen immerhin bis Idar-Oberstein aus, fanden nicht so gute Bedingungen vor und waren daher für die Wertung zu langsam. Insgesamt konnte der AC Langenselbold dem Tabellenführer drei Punkte streitig machen und hat nun auf den Tabellendritten einen beruhigenden Vorsprung von 36 Punkten. Die letzten sieben Bundesligarunden versprechen spannend zu werden, denn der AC Langenselbold ist nach wie vor im Rennen um den Meistertitel.

Segelflugbundesliga 2008

 

 

Tabelle nach Runde 12

 

 

 

Platz

Punkte

Verein

 

 

1

183

LSG Bayreuth BY

 

2

156

AC Langenselbold HE

 

3

120

SFG Giulini/Ludwigshafen BW

4

119

FCC Berlin

 

 

5

116

LSR Aalen BW

 

6

109

FLG Blaubeuren BW

 

7

106

FSV Laichingen BW

 

8

106

AC Ansbach BY

 

9

102

Fliegergruppe Wolf Hirth BW

10

101

FSV Gerstetten BW

 


Ergebnisse der Runde 12

 AC verpasst knapp den Tagessieg

Am vergangenen Wochenende konnten die Langenselbolder Piloten vom Aero Club mit einer glänzenden Leistung ihre hervorragende Position in der Segelflugbundesliga behaupten.

Zurück nach schnellem Flug

Rainer Reubelt, Stefan Schreyer und Sigi Samson nutzten das gute Wetter am Sonntag um den Wolkenstraßen Richtung Osten zu folgen, so der Club in einer Pressemitteilung. Bei leichten Westwinden folgten sie den Wolkenstraßen die sich bildeten über die Rhön in den Thüringer Wald. Von dort aus ging es über das sächsische Vogtland an Auerbach vorbei zum Erzgebirge.

Erst kurz vor der EIbe im Elbsandsteingebirge bei Dresden entschloss sich Coach Sigi Samson zur Umkehr: Für die Bundesliga erflog das Trio eine Rundengeschwindigkeit von 344,23 km/h und wurde damit nur vom Tabellenführer übertrumpft der ein Ergebnis von 344,40 km/h erzielte. Der Unterschied ist gerade einmal ungefähr die Dauer eines Vollkreises im SegeIflugzeug Belohnt wird die geschlossene Leistung mit 19 Punkten.

Gleichzeitig haben Stefan Schreyer und Sigi Samson am Sonntag mit 780 Kilometern Gesarntstrecke die größten Strecken in ganz Deutschland zurückgelegt. Auch die jugendlichen Segelflieger aus Langenselbold waren unterwegs konnten aber bei diesen Geschwindigkeiten nicht ganz mithalten.

Tabelle nach Runde 10

Platz

Punkte

Verein

1

147

LSG Bayreuth BY

2

122

AC Langenselbold HE

3

102

FCC Berlin

4

99

SFG Giulini/Ludwigshafen BW

5

97

LSR Aalen BW

6

94

FSV Gerstetten BW

7

93

FSV Laichingen BW

8

93

FLG Blaubeuren BW

9

89

Fliegergruppe Wolf Hirth BW

10

88

AC Ansbach BY