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Segelfliegen im
Aero-Club Langenselbold

Kommende Termine

Mo, 02. Aug, 00:01 Fliegerlager

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Susanne Schödel muss weiter auf ersten WM-Flug warten
Offene Klasse schafft  ersten  Wertungsflug/ 18-Meter Klasse nach Start in der Luft neutralisiert/ 15-Meter Klasse bleibt am Boden/ endliches fliegbares Wetter in Sicht

Susanne Schödel vom AC  Langenselbold muss in Szeged/Ungarn  bei der Segelflug-WM  weiter  auf ihren ersten  Wertungsflug warten.  Die 15-Meter Klasse blieb bei äußerst schwierigem Wetter gleich am Boden.  Die 18-Meter Klasse  hob am Dienstag  (27. Juli)zwar ab wurde aber nach dem Start noch in der Luft neutralisiert.

„ Wir hätten eventuell wie  die  Offene Klasse  eine  Wertung geschafft" so der zweifache Weltmeister Werner Meuser in seiner Analyse. Doch bei inhomogenen Wetterbedingungen sind solche Flugtage ab und an ein echtes Würfelspiel.  Am Mittwoch wurde der geplante Flugtag  bereits beim morgendlichen Briefing gestrichen. Ab Donnerstag (29.Juli) erspäht Teammeteorologe Erland Lorenzen endlich gut fliegbares Wetter zur Segelflug-WM.

Weiter warten heißt es für Susanne Schödel (Mitte) bei der Segelflug-WM in Szeged/Ungarn. Nun scheint die Schlechtwetterphase in Ungarn aber bald vorbei zu sein!

Weiter warten heißt es für Susanne Schödel (Mitte) bei der Segelflug-WM in Szeged/Ungarn. Nun scheint die Schlechtwetterphase in Ungarn aber bald vorbei zu sein!

 
Über der Ungarischen Pusta unterwegs
Susanne Schödel fliegt in Szeged die 31. FAI Segelflugweltmeisterschaften mit
Zwei Frauen gegen 144 Männer aus 33 Nationen

Als amtierende Segelflug- Frauenweltmeisterin nimmt Susanne Schödel vom AC Langenselbold derzeitig an den 31. FAI Segelflugweltmeisterschaften in Szeged/Ungarn teil. Am selben Ort, im Ungarischen Tiefland, erflog die Ventus 2 Pilotin im Jahr 2009 die WM-Krone der 15-Meter Klasse.

Susanne Schödel mit der Deutschen Mannschaft nach der Eröffnungsfeier
Susanne Schödel mit der Deutschen Mannschaft nach der Eröffnungsfeier

Mit 23 Jahren begann Susanne Schödel in Mainz- Finthen mit dem Segelfliegen, nachdem sie vorher Windsurfing betrieben hatte. „Die Elemente Luft und Wasser haben mich schon immer gefesselt“ berichtet die WM- Pilotin. Nach dem Studium zur Politikwissenschaftlerin, wechselte Susanne Schödel ihre Berufsrichtung und ist nun Geschäftsführerin einer Brustkrebsinstitution (Susan G. KOMEN Deutschland e.V.). Das Ziel des eingetragenen Vereins ist die Früherkennung des Brustkrebses zu verbessern und mit Aufklärungskampagnen Frauen zu sensibilisieren.

Segelfliegen hat für die Weltmeisterin einen hohen Stellenwert. „Es ist ein sehr komplexer Sport“ analysiert die Fluglehrerin vom AC Langenselbold. „ Neben der Fähigkeit ein Segelflugzeug gefühlvoll zu steuern, gehört Erfahrung zur Aufwindsuche dazu“. „ Das Verständnis für die Technik und Einschätzung des Wetters gehört ebenfalls dazu“ resümiert Susanne. „ Wichtig ist die Mentale Einstellung beim Wettbewerbsfliegen“. „Das bringt selbst im Beruf etwas, den beim Segelfliegen muss man lange Stunden zu hundert Prozent konzentriert sein“ resümiert Schödel.

Seit 2006 ist sie mit Freude Fluglehrerin und gibt gerne ihre eigene Kenntnisse an den Fliegernachwuchs weiter. Einen großen Stellenwert haben die Segelflugwettbewerbe. „ Man hat täglich den direkten Vergleich und lernt dazu“. Die Frage: Wie war meine Leistung wird so nach Flugende schnell beantwortet. Um sich für Wettbewerbe und die Segelflug-WM fit zu halten steht Lauf- Fitness und Krafttraining an.

„Es bereitet mir große Freude jetzt an einer Offenen WM teilnehmen zu können“ so die Weltmeisterin. „ Ziel in Ungarn ist ein gutes Resultat zu erfliegen“. Mit einer Russischen Teilnehmerin steht Susanne Schödel eine dominierende Männerwelt bei der Segelflug-WM entgegen. Immerhin fliegen in drei Wertungsklassen, die aus Offene- 18-Meter- und 15-Meter Klasse bestehen, 144 Piloten und nur zwei Frauen mit.

„Ich versuche meine beste sportliche Form abzurufen“ so Susanne Schödel. Mit Walter Eisele und Ingrid Blecher steht ihr eine erfahrene Mannschaft, die selbst über große Wettbewerbserfahrung verfügt zur Seite. Während in der Trainingswoche gute Thermik bei Temperaturen von bis zu 36 Grad herrschte, sorgt ein Temperatursturz von 20 Grad in Ungarn nun für augenblicklich schlechtes Wetter. Nach der feierlichen Eröffnung am 24. Juli in der Innenstadt von Szeged, fiel der erste geplante Wettbewerbsflug des 25.Juli anhaltendem Regen und einem Höhentief zum Opfer. Die Segelflug- WM wird bis zum 07. August fortgesetzt. Vier Wertungsflüge sind für eine gültige Wertung erforderlich.

Teammeteorologe Erland Lorenzen hofft, dass spätestens Dienstag den 27. Juli spannenden Luftrennen gestartet werden können. Erstmals dürfen die Luftsportler in Teile des Serbischen und Rumänischen Luftraum einfliegen.

 
Team Gehl/Kath Zweite bei der Euroglide 2010

Team des AC Langenselbold erringen 2.Platz bei der Euroglide 2010

Vierter Tabellenplatz in der Segelflugbundesliga

 

Mitte Juni begann in Eindhoven in den Niederlanden die Euroglide 2010. Dies ist ein Wandersegelflug unter Wettbewerbsbedingungen durch ganz Europa. Vom AC Langenselbold nahm in diesem Jahr das Team Andy Kath/Siegbert Gehl auf ASH 25 teil. Die Route führte in diesem Jahr von Holland über Norddeutschland nach Dresden. Dort gab es einen Wendepunkt der umrundet werden musste. Dann ging es weiter in die Schweiz zum Genfer See. Der letzte Pflichtwendepunkt lag in der Bretagne weit westlich von Paris. Von dort galt es zurück nach Holland zu gelangen. Als Besonderheit sind die  Langenselbolder Flieger völlig ohne fremde Unterstützung unterwegs. Alles was man braucht ist im Flugzeug untergebracht. Die meisten anderen, der 85 Teilnehmenden Piloten haben eine Crew dabei die im Anhänger hinterherfährt. Der Wettbewerb dauert solange wie nötig um zum Ziel zu gelangen. In diesem Jahr ist die 2400 km lange Strecke in vier bis sechs Tagen zurückgelegt worden. Kath/Gehl kamen als zweite in Holland an, nach Übernachtungen im Harz; Kulmbach und Frankreich.

In der Segelflugbundesliga konnten die Piloten des Aeroclubs auch an dem vergangenen Wochenende nur wenige Punkte erzielen. Zu hoch waren die Geschwindigkeiten der Vereine die direkt am Thüringer und Bayrischen Wald starten konnten. Den Vogel schoss Ex-Europameister Herbert Zemmel  ab. Er flog mit 135 km/h entlang des Thüringer Waldes, Fichtelgebirges und des Bayrischen Waldes. Obwohl die Langenselbolder den gleichen Wetterraum nutzen konnten verloren Sie durch den Hin-und Rückflug an Geschwindigkeit. Rang 14 und sieben Punkte sind das Ergebnis aus Langenselbolder Sicht.

 

Die Tabelle nach elf von 19 Runden:

 

1. Platz                         SFZ Königsdorf (BY)                         163 Punkte

2. Platz                         SFG Guilini/Ludwigshafen (BW)       128

3. Platz                         LSG Bayreuth (BY)                            124

4. Platz                         AC Langenselbold (HE)                      122