Aero-Club Langenselbold

   

Langenselbolder Segelflieger überquerten sechs Länder in sieben Tagen

Im August starteten die vier Segelflieger mit dem vereinseigenen und zweisitzigen Segelflugzeug Janus C von Langenselbold zu einem 1600 Kilometer langen Wandersegelflug durch Europa. Am Abreisetag flogen die Piloten trotz schlechten Wetters bis nach Malsch bei Bruchsal. Die nächste Etappe führte die Flieger über das Rheintal, Straßburg, und Colmar nach Hütten im Schwarzwald. Dann ging es weiter Richtung Schweizer Jura und Schwäbische Alb.

Dort landeten die Segelflieger auf dem Flugplatz in Grabenstetten. Am nächsten Tag begann der interessanteste Teil der motor- und lautlosen Flugreise. Von Grabenstetten gleiteten die Segelflieger in Richtung Alpen, wo es über Österreich nach Italien ging und wieder zurück Richtung Zugspitze. Schließlich mußten die Segelflieger in der Nähe von Sixtnetgern auf einer Wiese landen. Diese sogenannten Außenlandungen sind beim Segelfliegen aber völlig normal und werden während der Ausbildung auch oft trainiert. Schließlich hat ein Segelflugzeug keinen Motor und es erhält die Energie zum Obenbleiben durch warme, aufsteigende Luftströme. Nach der einzigen Außenlandung auf dieser Reise ging es am nächsten Tag von Aichach aus weiter Richtung Erbendorf.

 

Hier wurde dann in der Nähe des Fichtelgebirges auch noch Tschechien überflogen. Als die Segelflieger dann wieder zu Hause landeten, hatte das weiße Segelflugzeug aus Langenselbold den Himmel von Deutschland, Frankreich, Österreich, Schweiz, Italien und Tschechien durchflogen. Dabei konnten die Piloten einige besondere Eindrücke aus der Vogelperspektive gewinnen. Mit Fotos, unter anderem von der Zugspitze, dokumentierten die Wandersegelflieger ihren Vereinskollegen das Flugabenteuer.

Besserer Service und schöneres Ambiente für Flugplatzbesucher

Wer letztes Wochenende einen Spaziergang zum Flugplatz machte, der konnte seinen Kaffee oder Tee nur an einer Behelfstheke im Nebenraum des Clubhauses genießen. Nebenan, wo sonst besonders im Sommer zahlreiche Besucher eine Erfrischung zu sich nehmen, ist nun eine Baustelle.

Die Piloten des Aero-Clubs haben den Steuerknüppel gegen Schlagbohrmaschine und Maurerkelle getauscht. „Die meiste Zeit im Winter können wir ohnehin nicht fliegen, da nutzen wir die Winterpause, um das Clubhaus innen total neu zu gestalten,“ erklärt Heiko Brandstädter, Pressereferent des Aero-Clubs. Die alte steinerne Theke und Fliesen aus den siebziger Jahren wurden komplett abgerissen.

An der Wand hängt ein mit Profi-Software erstellter Projektplan. Es gibt natürlich auch einen Baustellenleiter, erklärt Brandstädter. „Unser Mitglied Heinrich Stichel hat das Projekt initiiert und er koordiniert die ganze Arbeit, schließlich muß alles bis zum Frühjahr fertig sein und alle hier arbeiten nur in ihrer Freizeit, also abends und am Wochenende.“ Bis zum April bauen die Segelflieger für sich und ihre Gäste eine moderne Clubhaus-Inneneinrichtung mit professioneller Thekenanlage und einem modernen Belüftungssystem. Die gesamte alte Inneneinrichtung wurde entfernt. Das renovierte Clubhaus wird mit neuer Bestuhlung ausgestattet und ein helles und freundliches Ambiente haben.

„Ab April sind alle Frühlingsspaziergänger auf den Kinzigwiesen herzlich eingeladen, unser renoviertes Clubhaus zu besuchen, um bei uns Rast zu machen“, sagt Projektleiter Heinz Stichel. Dann werden die Piloten bei Frühlingswetter auch wieder zu lautlosen Segelflügen über das Kinzigtal starten.