Aero-Club Langenselbold

   
Susanne Schödel kehrt mit Welt- und Kontinentalrekord im Gepäck aus Namibia zurück

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Die zweifache Segelflug-Weltmeisterin Susanne Schödel hat zur Jahreswende in Namibia neue Welt- und Kontinentalrekorde erflogen. Die Hessin vom AC Langenselbold war seit Mitte Dezember im namibischen Segelflugzentrum Bitterwasser, um Wetterphasen mit hervorragender Thermik für große und schnelle Streckenflüge zu nutzen.

Mit einem Segelflugzeug vom Typ Ventus 2cxm von 18 Metern Spannweite konnte sie am Silvestertag mit einer Dreiecksstrecke über 1.107 Kilometer eine neue Strecken-Weltbestmarke in der Kategorie Offene Klasse Frauen setzen. Der Flug dauerte 8 Stunden und 26 Minuten und reichte von der Kalahari-Hochebene über deren westlichen, gebirgigen Randbereich, der zur Namib-Wüste führt. In Flughöhen zwischen 1.700 und 5.000 Metern über dem Meeresspiegel erreichte Susanne Schödel an diesem Tag eine Durchschnittsgeschwindigkeit von über 131 Kilometern pro Stunde.

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Vier Tage später, am 3. Januar, flog Susanne Schödel einen weiteren Rekord in der Geschwindigkeit über eine 500 Kilometer lange Dreiecksstrecke. Hier erzielte sie mit 139,3 km/h einen neuen afrikanischen Kontinentalrekord.

Das eigenstartfähige Segelflugzeug mit der für Rekordflüge notwendigen Instrumentierung konnte Susanne Schödel von einem Freund leihen, der zur selben Zeit vor Ort war. Unter den zeitweise bis zu 60 Piloten aus zwölf Nationen waren außerdem die italienische Pilotin Margherita Acquaderni und die Vizeweltmeisterin von 2007, Anja Kohlrausch vom Luftsportverband Weinheim. Diese Pilotinnen nutzten die afrikanische Thermik ebenfalls für einen sportlichen Wettbewerb um neue Bestmarken.

So überbot Susanne Schödel am 31. Dezember den seit 1998 bestehenden Streckenweltrekord der Britin Pamela Hawkins über 1.036 Kilometer, der wiederum erst am Vortag von Anja Kohlrausch schon auf 1.075 Kilometer hochgeschraubt worden war. Kohlrausch konnte dafür am Silvestertag den Geschwindkeitsweltrekord über 1.000 Kilometer auf 138,17 km/h verbessern. Susanne Schödels Rekord über 500 km löste außerdem die erst drei Wochen alte Bestmarke von Margherita Acquaderni ab. Sie flog 12 km/h schneller. „Es ist fantastisch, wie wir im Segelflug Jahr für Jahr neue Bestmarken bei den Strecken und den Geschwindigkeiten setzen können“, findet Susanne Schödel. Technisch können die Flugzeuge kaum noch weiter entwickelt werden. Wesentlich bedeutsamer sei es, erklärt Susanne Schödel, über mehrere Jahre hinweg viel Zeit für die Vorbereitung und die Fliegerei selbst investieren zu können: „Wetter und Streckenplanung müssen optimal zusammenpassen, wofür wir manchmal wochenlang warten und immer neue Versuche unternehmen müssen. Bei einem Rekorderfolg gilt es, die optimale Strecke zu planen und in der besten Verfassung zu sein, um über acht bis neun Stunden hochkonzentriert fliegen zu können.“ Susanne Schödel hatte bereits 2010 und 2011 von Bitterwasser aus Rekorde erzielt.

Das Frauen-Team in Namibia ist Teil einer wachsenden Gruppe von Segelfliegerinnen, die mit neuen Rekorden auf sich aufmerksam machen. So war die Australierin Lisa Trotter im Dezember in der Kategorie 15 Meter Klasse Frauen ebenfalls erfolgreich auf Rekordjagd.

Der Aero Club Langenselbold gratuliert seiner erfolgreichen Pilotin zu Ihren fantastischen Flügen.

 

Samson erfliegt 15. Hessischen Titel im Streckensegelflug

Der Deutsche Meister 2012 erringt Platz 5 in Deutschland

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Auch 2013 war wieder eine erfolgreiche Saison für den ambitionierten Streckenflieger vom Aero Club Langenselbold. Auf dem hessischen Segelfliegertag in Schwalmstadt/Ziegenhain am vergangenen Samstag wurde der Lufthansa Kapitän zum fünfzehnten mal !! für seine Leistungen im Streckensegelflug in der 18 m-Klasse geehrt. Trotz eher mäßigen Wetterlagen in der Mitte Deutschlands konnte Samson mit seinen drei größten Streckenflügen wieder in der Spitze der deutschen Wertung mitfliegen.

Strecken von über 700 km brachten ihm Platz fünf in der Bundeswertung. Seine Flüge führten ihn dabei sowohl in den Schwarzwald, als auch auf die schwäbische Alb. Einer seiner größten Flüge im Jahr 2013 führten vom Heimatflugplatz Langenselbold nach Donauwörth an der Donau. Von dort ging es über die schwäbische und fränkische Alb nach Tschechien hinein. Die tschechischen Fluglotsen genehmigten dann den Vorbeiflug an Karlsbad um zum zweiten Wendepunkt Annaberg im Erzgebirge zu gelangen. Von dort ging es dann vorbei an Hof in den Thüringer Wald, um über die Rhön und den Spessart den 710 km langen Flug zu beenden. Auch wenn der Flug acht Stunden dauerte, wäre man mit dem Auto sicher doppelt so lange unterwegs, allerdings braucht Samson nur die Energie der Sonne für seine Strecken.Flug_vom_08.07.2013

Pläne für 2014 hat der Rekordpilot auch bereits formuliert. So richtet er im Frühjahr einen Streckenfluglehrgang für angehende Streckenflieger am Heimatplatz Langenselbold aus und bereitet seine Teilnahme am internationalen Segelflugwettbewerb im badischen Hockenheim vor.

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Aero Clubs Langenselbold und Gelnhausen teilen sich Tantec Preis

Nachdem der Preis des Hanauer Unternehmers und Fliegers Georg Raab im vergangenen Jahr in voller Höhe an den AC Langenselbold ging, teilte die Jury den Preis von 20.000 Euro je hälftig zwischen dem AC Gelnhausen und den Langenselboldern auf.

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Erich Pipa, Gerhard Heim, Georg Raab, Albrecht Müller, Benjamin Schaum

Im diesjährigen Kriterienkatalog ging es darum, die Jugendförderung und die Verbesserung der Infrastruktur darzustellen. Der Entwurf des Aero Club Langenselbold konnte überzeugen, jedoch befand die Jury die Bemühungen der Gelnhäuser ebenso  lobenswert und kam deshalb zur Entscheidung, den Preis aufzuteilen. In einer feierlichen Umgebung auf dem Hühnerhof in Gettenbach wurde am Donnerstag, 10. Oktober, der Preis übergeben. Anwesend waren neben der Jury auch der Landrat des Main-Kinzig-Kreises Erich Pipa, die Vertreter der Vereine und die Presse.

Knapp an der Qualifikation für den Bundesentscheid im Jugendvergleichsfliegen vorbei

Unter eher widrigen Bedingungen fand am vergangenen Wochenende der Hessenentscheid des Jugendvergleichsfliegen statt. Die 30 hessischen Teilnehmer hatten mit dem starken Westwind und häufigen Regenschauern zu kämpfen. Der Wettbewerb musste immer wieder wegen des Wetters unterbrochen werden, sodass am Ende nur ein Wertungsdurchgang geflogen werden konnte. Gefordert war bei diesem Flug eine exakte Platzrundeneinteilung, eine hochgezogene Fahrtkurve, ein Seitengleitflug und zum Abschluss eine Ziellandung. 10 Punktrichter werteten die Flüge der jungen Piloten.

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Markus Grabs, Christopher Schadt (16) Platz 4, Jan-Hendrik Schäfer (16) Platz 7, Till Kaiser (17) Platz 6, Fluglehrer Günther Habedank

Unten: Matthias Hentschel, Giulian Breuer (16) Platz 13

Als bester Langenselbolder Pilot schnitt Christopher Schadt auf dem undankbaren vierten Platz ab. Nur hauchdünn verpasste er damit die Qualifikation für den Bundesentscheid im thüringischen Laucha, wo die drei besten Hessen im Wettbewerb mit den anderen Bundesländern stehen.

Alles in allem ist der Aero Club stolz auf seine vier Youngster, von denen immerhin drei unter den Top Ten landeten.

Vier Piloten für Hessenentscheid qualifiziert

Am vergangenen Wochenende nahmen fünf Selbolder Youngster am Jugendvergleichsfliegen in Bensheim teil. Im Wettbewerb geht es darum verschiedene Übungen der segelfliegerischen Ausbildung vor den Augen einer Jury aus Fluglehrern möglichst fehlerfrei vorzufliegen. In drei Durchgängen müssen Kreiswechsel, hochgezogene Fahrtkurven, Seitengleitflüge und Ziellandungen präsentiert werden. Den gesamten Samstag wurde bei gutem Wetter am Nachmittag auf dem Flugplatz Bensheim bei Darmstadt geflogen. Insgesamt 26 Teilnehmer aus sieben Vereinen des Bezirks Hessen Süd nahmen an dem Wettbewerb teil.

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Die Selbolder Piloten, von links nach rechts:
Till Kaiser (17 Jahre, Platz 6), Jan-Hendrik Schäfer (16 Jahre, Platz 5), Giulian Breuer (16 Jahre, Platz 2), Dennis Geyer (18 Jahre, Platz 11), Christopher Schadt (16 Jahre, Platz 4)

Gegen 19:00 standen dann die Sieger fest. Zum Abschluss ging die Fliegergruppe gemeinsam auf das Winzerfest in Bensheim. 7 Piloten hatten sich in Bensheim für den Hessenentscheid in Hörbach qualifiziert. Alleine 4 davon wird der Aero Club Langenselbold stellen können. Der Verein und der Coach Günter Habedank drückt den erfolgreichen Fliegern hierfür kräftig die Daumen.

Mike Wengorz freut sich über seine frische Lizenz

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Erst mit 37 Jahren fand er im AC Langenselbold zum Segelflugsport.
In gut zwei Jahren Ausbildungszeit standen stolze 215 Starts und 60 Flugstunden in seinem Flugbuch.

Seine theoretische Prüfung für die Segelfluglizenz legte er im April 2012 ab. In diesem Jahr absolvierte er am 15. Mai seinen dritten Streckenflug der über 50 km nach Fulda führte. Damit ist bereits eine Bedingung für das Leistungsabzeichen Silber-C erfüllt. Seine praktische Prüfung zur Segelfluglizenz konnte Mike am 09.06.2013 erfolgreich ablegen. Herzlichen Glückwunsch.

Inzwischen hat er im Doppelsitzer zusammen mit Theo Wermeling an seiner ersten Bezirksmeisterschaft teilgenommen und als Co-Pilot sogar den Titel errungen.

Teilnahme am 35. Internationalen Segelflugwettbewerb in Hockenheim als Vorbereitung für zentrale Meisterschaften

In der vergangenen Woche waren die zwei Spitzenpiloten aus Langenselbold als Teilnehmer an dem Traditionswettbewerb in der Rennstadt zu Gast.
Während Weltmeisterin Susanne Schödel diese Meisterschaft als Vorbereitung für die Frauenweltmeisterschaften im Juli im französischen Issoudun nutzte, wollte Siegfried Samson für die Deutschen Meisterschaften im Juli in Mengen im Allgäu trainieren.

Hockenheim: Vor dem StartAufbau der Segelflugzeuge vor dem Start
Gute Stimmung trotz dunkler WolkenHockenheim:
Gute Stimmung trotz dunkler Wolken
Bei sehr schwierigen Wetterbedingungen konnten die 65 Teilnehmer lediglich an vier Tagen starten. Ein ums andere Mal musste die Sportleitung den Wertungstag absagen. Starke Bewölkung und viel Regen machte den Segelflugsport unmöglich.
Susanne Schödel konnte in der Rennklasse zunächst einen Tag gewinnen, musste aber am Ende mit Platz vier zufrieden sein. Am dritten Flugtag zwang Sie ein riesiges Schauergebiet zur Landung in Schwäbisch-Hall.
Sigi Samson erflog in der 18-m Klasse für den AC Langenselbold Rang 7.

 

Der Aero ClubLangenselbold hat am vergangenen Samstag den Fliegertag der hessischen Segelflieger, das höchste Gremium dieser Sportart in Hessen, ausgerichtet. Nach Grußworten des Landrates Erich Pipa und des Sportkreisvorsitzenden des Sportkreises Hanau Stefan Bahn, wies der Bürgermeister der Stadt Langenselbold Jörg Muth auf das besonders freundschaftliche Verhältnis zum Selbolder Luftsportverein hin.

Darauf folgend zeichnete der Präsident des hessischen Luftsportbundes Jens Pluszcyk den ehemaligen Vorsitzenden der Sportfachgruppe Segelflug Rainer Meng für seinen langjährigen Einsatz für den Segelflug mit der Ehrennadel des HLB in Gold aus.

Anschließend beschloss die Versammlung einstimmig einige Vereinfachungen in der Wahl-und Geschäftsordnung. Mit großer Mehrheit beschloss das Gremium auch die Anschaffung eines Hochleistungsdoppelsitzers vom Typ ARCUS T für ein erfolgreiches Training des hessischen Nachwuchses. Nach den Verbandsspezifischen Fragen präsentierte Segelflugweltmeister Susanne Schödel vom AC Langenselbold einen Bericht zur Segelflugweltmeisterschaft der Rennklasse in Uvalde/Texas im Sommer 2012.

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Frauenweltmeisterin Susanne Schödel und Juniorenweltmeister Felipe Levin

Danach konnte der neue Segelflugreferent des HLB, Detlef Schneider, die besten Flieger aus Hessen ehren. Hervorzuheben ist hier der Doppelweltrekord von Susanne Schödel aufgestellt im Winter 2011/12 in Namibia und der dritte Platz von Felipe Levin aus Homberg/Ohm bei den Segelflugweltmeisterschaften der Standardklasse im argentinischen Chavez im Januar 2013.

Weiterhin ausgezeichnetwurde Siegfried Samson für einen deutschen Doppelrekord im Jahr 2012 und den Titel des Deutschen Meisters 2012 in der 18 m-Klasse.


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Silberner Ehrenbecher des HLB für den drittplatzierten der Standardklasse WM Felipe Levin in Chavez/Argentinien

Bernd Fischer(Meteorologe) und Siegfried Samson analysierten dann im Zwiegespräch den Rekordflug, ein 1005,7 km großes Dreieck gestartet in Langenselbold. Einen ganz spannenden Bericht lieferte Felipe Levin über die Weltmeisterschaften in Argentinien. Er beschrieb das Abenteuer Argentinien in lockerer Form und zeigte die Widrigkeiten einer Meisterschaft in so großer Entfernung zu Europa. Überschwemmungen, abgesperrte Landewiesen, Schotterstraßen, Sturmschäden am Campingplatz waren die Würze seines Vortrages. Aber auch eine begeisterte Nation die die Segelflieger aus der ganzen Welt sehr gastfreundlich behandelte.

 

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Felipe Levin(Hessenmeister in der Standardklasse), Siegfried Samson(Deutscher Meister 18 m-Klasse),
Edgar Leip (Hessenmeister der Offenen Klasse)


Den Abschluss lieferte dann Gerd Spiegelberg mit Claus Mangels im Team fliegend mit einem Bericht über die Euroglide 2012. Die Euroglide ist ein Wandersegelflug über 2000 km durch Europa der meistens in Holland startet. Der Rundflug führte die Teilnehmer über Norddeutschland bis nach Polen. Ein großer Streckenabschnitt gelang Gerd Spiegelberg mit einem Flug von Borken(NRW), über Pasewalk an der Oder bis nach Görlitz über etwa 800 km. Weiter ging es über Tschechien und die östlichste Wende in der Slowakei zurück nach Eindhoven in den Niederlanden.
Gegen 18:00 ging dann ein spannender Tag für die hessischen Segelflieger in der Klosterberghalle Langenselbold zu Ende.